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„Beratung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einem problematischen Umgang mit digitalen Medien sowie von deren Angehörigen“

Das Internet als neues Medium ist mittlerweile zum festen Bestandteil unseres Alltags geworden. Seine Vielfältigkeit, die Schnelligkeit der Kommunikation und die Brandbreite der Dienstleistungen machen es unter anderem zu dem beliebtesten und meistgenutzten Medium unserer Generation. Insbesondere Kinder, Jugendliche und Heranwachsende übertreten die Grenze vom normalen Umgang mit dem Medium Internet und entwickeln eine abhängige Umgangsform. Dieses pathologische Nutzungsverhalten behindert die Entwicklung von Problemlösekompetenz in diesen Altersgruppen, so dass sie in Bezug auf die Entwicklung von z.B. substanzbezogene Abhängigkeitserkrankungen im Erwachsenenalter anfälliger werden.  Gerade die Nutzung von Social Networks (z.B. Facebook), Chats oder Onlinespielen (z.B. „World of Warcraft“) übt einen großen Reiz auf vor allem Jugendliche und Heranwachsende aus. In diesen Fällen ist das Suchtpotential besonders groß.

Da die Internetsucht eine recht junge Erscheinung ist, lassen sich noch keine endgültigen allgemeinen Kriterien zur Diagnose nennen. Zur Zeit orientiert sich die Diagnose an den Kriterien, wie sie z.B. für die Spielsucht definiert wurden. Die exzessive Nutzung des Internet kann an folgenden fünf Symptomen zugeordnet werden:

  • Einengung des Verhaltensraums
  • Toleranzentwicklung
  • Kontrollverlust
  • Negative Konsequenzen
  • Entzugssymptome

Zudem bietet das Internet eine Fülle von Angeboten. Aus diesem Grund variieren die Formen der Internetsucht sehr stark. Die amerikanische Psychologin Young unterscheidet fünf Formen der Internetsucht:

1.       Abhängigkeit von virtuellen Gemeinschaften / Freundschaften (z.B. Facebook, Twitter, MySpace…)

2.       Computerabhängigkeit (Abhängigkeit, die sich z.B. auf Computerspiele oder Programmieren bezieht)

3.       Cybersexsucht (zwanghafte Nutzung pornographischer Websites und/oder anonymer sexueller Kontakt via Video oder Text)

4.       Information Overload bzw. Dataholics, Infojunkies (zwanghafte Informationssuche in z.B. Datenbanken)

5.       Zwanghafte Nutzung von Netzinhalten (z.B. Online-Spiele, Online-Shopping oder Online-Handel)

Du verbringst die meiste Freizeit mit Computerspielen, Chats oder in Social Networks? Du machst dir viel Gedanken darüber, ob es nicht vielleicht viel zu viel ist? Das Internet, der Computer oder die Spielekonsole dominieren deinen Alltag?

Falls du die Frage mit Ja beantworten kannst oder Ihnen auffällt, dass die oben genannten Punkte bei Ihrem Kind zutreffen: Dann können wir helfen!