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Projekt "Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten"

Junge Menschen experimentieren nach wie vor mit einer Vielzahl von legalen wie illegalen Suchtmitteln. Laut den aktuellen Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist die Zahl der jungen Konsumenten von Alkohol und Cannabis auch im Jahr 2011 weiter rückläufig. Allerdings gibt es weiterhin eine konstante Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die riskante Konsummuster im Umgang vor allem mit Alkohol, aber auch mit Cannabis aufweisen, und die u.a. aufgrund ihres Konsums strafrechtlich in Erscheinung treten.

Die bisherigen vorherrschenden Aktivitäten der Sucht- und Drogenhilfe in der Bundesrepublik Deutschland konzentrieren sich in diesem Zusammenhang seit mehr als 20 Jahren weitgehend auf die Vermeidung des Konsums (primäre Prävention) sowie auf die Behandlung der Abhängigkeit (Therapie). Die Phase des Gebrauchs bzw. des Missbrauchs (Ansatzpunkt für sekundär präventive Maßnahmen) wird zwar zunehmend häufiger in den Fokus der Betrachtung gerückt, allerdings wird er in der Alltagspraxis selten als Interventionspunkt genutzt.

„FreD – Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten“ ist ein Frühinterventionsprogramm und setzt zu Beginn des problematischen Suchtmittelkonsums Jugendlicher und junger Erwachsener an, um der Entstehung einer möglichen Abhängigkeit entgegenzuwirken.

Wie ist das eigentlich genau:

Wovon kann ich abhängig werden?

Wenn mein Führerschein weg ist – wie bekomme ich ihn wieder?

Muss ich mit einer Strafe rechnen?

Wer kann mich beraten?

Wird meine Familie davon erfahren?

Werden Schule, Uni oder Arbeitgeber informiert?

Wenn du dir diese oder ähnliche Fragen auch schon mal gestellt hast, dann macht FreD dir an dieser Stelle ein Angebot.

FreD bietet dir eine freiwillige Teilnahme an einem kurzen Informations- und Beratungskurs an. Dort gibt es Antworten auf alle Fragen, die du im Zusammenhang mit deinem Konsum hast. Unter anderem informieren wir dich über:

  • rechtliche Aspekte
  • Drogen und ihre Wirkungen
  • gesundheitliche und soziale Folgen deines Konsums
  • Hilfsangebote
  • Probleme mit dem Führerschein
  • Möglichkeiten, deinen Konsum selbst einschätzen zu lernen

Wichtige Infos zum Gruppenangebot:

Vor dem Kurs findet ein kurzes Infogespräch statt.
Der Kurs ist ein Angebot für 6 bis 12 Teilnehmer/ -innen im Alter von 14 bis max. 25 Jahre.
Der Kurs dauert 8 Stunden.
Nach dem Kurs gibt es eine Teilnahmebestätigung.
Alle Gespräche sind vertraulich – die Kursleiterin unterliegt der Schweigepflicht.
Das Angebot ist kostenlos.

Frau Katharina Küsgen  ist vom LWL gemäß den Qualitätsstandards als FreD-Trainerin ausgebildet. Die Fachstelle für Suchtvorbeugung in Gelsenkirchen ist  beim LWL als FreD-Standort eingetragen.

In Kooperation mit:

- Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
- Präventionsrat der Stadt Gelsenkirchen - Fachkreis II Sucht und   Opferschutz