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Spice

Bild: Spice

Spice ist die Bezeichnung für ein Mischprodukt, hauptsächlich bestehend aus verschiedenen, getrockneten Kräutern und Pflanzenteilen. Verwendung findet es als Droge, insbesondere als Ersatz für Cannabisprodukte.
Spice besteht, laut Hersteller, aus einer Vielzahl verschiedener, teilweise recht exotischer Kräuter, denen psychoaktive Eigenschaften nachgesagt werden:

  • Meeresbohne (Canavalia maritima)
  • Blaue Lotusblume (Nymphaea caerulea)
  • Indischer Lotos (Nelumbo nucifera)
  • Helmkraut (Scuttelaria nana)
  • Marihuanilla (Leonorus sibiricus)
  • Afrikanisches Löwenohr (Leonotis leonurus)
  • Maconha Brava (Zornia latifolia
  • Indian Warrior (Pedicularis densiflora)

Daneben finden sich darin auch Zusätze wie ROsen, Honig oder Vanille zur Geschmacksverbesserung.

(Quelle: Wikipedia)

Anwendung und Wirkung

Spice wird geräuchert. Tatsächlich wird Spice aber kaum zum Räuchern verwendet, sondern zur Aufnahme in Form von Rauchen. Davon wird jedoch auf jeder Packung dringlichst abgeraten.
Viele Konsumenten berichten von einer in Folge des Rauchens spürbaren Wirkung, die der von Marihuana sehr ähnlich sei, obwohl keiner der dort wirksamen Stoffe in den in Spice verwendeten Pflanzen vorkommt. Auch typische Nebenwirkungen wie ein beschleunigter Herzschlag wurden beobachtet. "Spice" wird in Tütchen meist für 20 bis 30 Euro verkauft, teils auch teurer.
Tests zufolge soll die Droge ihre Wirkung bereits nach 15 Minuten so stark entfaltet haben, dass bereits einfache Kommunikation als erschwerlich angesehen wird. Das Führen eines Fahrzeugs oder das Arbeiten an Maschinen sollte nach dem Konsum der Droge unbedingt unterlassen werden.
Die Modedroge birgt nach Ansicht der Drogenbeauftragten große Gefahren für die Gesundheit. "Es hat sich bei mehreren Proben ein Cannabis (Haschisch)-ähnlicher Stoff bestätigt", sagte Bätzing. "Das hat Auswirkungen wie Cannabis, wobei die Wirkung bis zu vier Mal stärker sein kann. Man kann Halluzinationen bekommen und das Bewusstsein wird beeinflusst."
Eine Studie im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main hatte ergeben, dass "Spice" eine künstlich hergestellte chemische Substanz aus der Arzneimittelforschung enthält.
Das Frankfurter Pharmaunternehmen THC- Pharm hatte die Proben untersucht und das synthetische Cannabinoid JWH-018 gefunden, das in den USA entwickelt worden war. Die Substanz ist der Studie zufolge vier Mal stärker als der natürliche Cannabis-Wirkstoff THC und verursacht die Rauschwirkung.
Die genaue Wirkungsweise der Droge ist unklar. Einerseits liegen zu den einzelnen Kräutern und ihren Inhaltsstoffen nicht genügend Erkenntnisse vor, andererseits erschwert auch der Mischungscharakter eindeutige Aussagen zur Wirkung und vor allem auch zu möglichen Nebenwirkungen und Langzeitfolgen.

Recht

Die Modedroge "Spice" soll noch im Januar verboten werden. Das sagte Sabine Bätzing. "Es ist nicht die harmlose Kräuterdroge, die immer wieder unterstellt wird." Bundesgesichtheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) werde die Eilverordnung zum Betäubungsmittelgesetz unterschreiben, so dass das Verbot voraussichtlich Mitte Januar umgesetzt sei.
"Die Herstellung, der Handel und der Besitz sind dann verboten. Damit ist "Spice" aus dem Verkehr gezogen", sagte Bätzing.
"Spice" - auf deutsch: Gewürz - wird bisher als Kräutermischung oder Räucherwerk verkauft.
Wer gegen das Verbot verstöße, müsse mit Strafen rechnen, von Geld bis zu Haftstrafen. Das werden auch Anbieter, die "Spice" als reines Räucherwerk im Handel haben, aus dem Laden nehmen.