. .

Fortbildungsmöglichkeiten für Bertriebsangehörige

Unsere Angebote gehen an alle Firmen, die eine externe Beratungsstelle zur Entlastung der Personalabteilung, zur Optimierung der Arbeitsleistung und aus wirtschaftlichen Gründen beanspruchen wollen.
In Seminaren, Kursen, Aus- und Fortbildungen werden unter der Anleitung durch kompetente Trainer/in rationale und emotionale Lernprozesse angestoßen mit dem Ziel, Verhaltenshilfen für Arbeitsplatz und Betrieb zu vermitteln. Zur Erhöhung der Wirksamkeit müssen Auffrischungsveranstaltungen fest eingeplant werden.

Seminare für Auszubildende

Dauer: 4 Stunden
Zielgruppe: Auszubildende
Teilnehmer: max. 15
Ort / Zeit / Kosten: nach Vereinbarung

Überall, wo Betriebe und Institutionen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammenarbeiten, ist das Thema „Suchtmittelkonsum“ aktuell.

Kinder sind neugierig auf die legalen Drogen Nikotin und Alkohol. Im Jugendalter werden zudem illegale Drogen interessant. In dieser Phase haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene selten ein Problembewusstsein.

Jugendliche und junge Erwachsene haben große Berührungsängste vor professioneller Hilfe. So kommen sie erst sehr spät in Beratungseinrichtungen, dann auch selten freiwillig. Aus diesem Grund besteht zum einen die Notwendigkeit jungen Menschen durch Seminare diesen Weg beim problematischen Umgang mit Suchtmitteln zu ebnen. Zum anderen ihnen zu ermöglichen den eigenen Konsum so zu reflektieren, dass eine Einsicht für missbräuchliche Konsummuster entsteht.

Programmübersicht

  1. Vorstellung und Beschreibung der Beratungsstelle
  2. Drogen- und Suchtinfo
  3. Stadien der Sucht
  4. Konsumprofil
  5. Meinungsknäuel
  6. Der imaginäre Mensch – oder warum werden Menschen süchtig? Was brauchst du, um dich wohl zu fühlen und zufrieden zu sein?
  7. Was tust DU, um alltägliche Lebensprobleme und -herausforderungen zu verarbeiten?
  8. Übung: Produktive / unproduktive Bewältigungsstrategien
  9. Was gibt es in Gelsenkirchen für Jugendliche und junge Erwachsene in besonders problematischen Situationen?
  10. Feedback
  11. Evaluation

Fortbildungen für Ausbilder

Dauer: 9 Stunden
Zielgruppe: Ausbilder
Teilnehmer: max. 15
Ort / Zeit / Kosten: nach Vereinbarung

Es gibt viele Wege, die zum Drogengebrauch führen; aber letztlich ist jeder Drogenkonsum ein Versuch, sich alltäglichen Lebensproblemen und -herausforderungen zu stellen, sich mit ihnen auseinander zusetzen und eine Form der Bewältigung zu finden, und dabei liegen taugliche und untaugliche, produktive und unproduktive Formen dicht beieinander.

Diese zentrale Erkenntnis der Jugend- und Präventionsforschung der letzten Jahre verweist die vorbeugenden Bemühungen in die Alltagssituation der Jugendlichen und besiegelt die Abkehr von rein informativen Veranstaltungen. Vielmehr muss sich jede Form der Intervention konsequent auf die Ausgangsbedingungen und Ursachen konzentrieren, wenn sie Erfolg haben will. Denn die tatsächlichen Lebensbedingungen und das daraus sich ergebende Lebensgefühl und die Persönlichkeitsstruktur von jungen Menschen entscheiden darüber, ob sie Bedarf nach Drogen haben oder nicht. Das gilt für die legalen Drogen genauso wie für die illegalen Drogen.

Gerade im jungen Erwachsenenalter wird entschieden wie sich die Integration in die Gesellschaft und die Ausrichtung des Lebens insgesamt entwickelt. Die Berufsausbildung ist ein wesentlicher Teil davon. Der Umgang mit den alterstypischen Verunsicherungen der Jugendlichen - auch im Berufsleben - entscheidet mit, ob aus Risikofaktoren, die sich aus der bisherigen Biographie und der sozialen Situation des Jugendlichen ergeben, eine echte Gefährdung seiner Gesundheit und sozialen Integration wird.

Prävention ist von daher zu einem wesentlichen Teil die bewusste Gestaltung von Entscheidungsprozessen. Alle, die direkt oder indirekt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu tun haben, stehen in der Verantwortung, das Erwachsenwerden mitzugestalten.

Für einen Ausbildungsbetrieb heißt das natürlich in erster Linie, die berufliche Bildung zu gewährleisten. Dabei wird vom Ausbildungsbetrieb selbst deutlich gesehen, dass die Ausbildung zu einem qualifizierten Facharbeiter den Erwerb von Kompetenzen umfasst, die sowohl als Methoden- und Fachkompetenz, als auch als Persönlichkeits- und Sozialkompetenz benannt werden. Auch die beiden letzteren sind in den Vorgängen, Prozessen und Abläufen im Unternehmen erforderlich.

Wird also der Zusammenhang von Jugend und Drogen als Problem wahrgenommen und soll in einer Veranstaltung angegangen werden, so betrifft dies den gesamten Ausbildungsbetrieb in seiner Zielsetzung.

Programmübersicht

  1. Vorstellung
  2. Erwartungshaltungen (positiv / negativ)
  3. Drogen- und Suchtinfo / Begriffsbestimmung WHO
  4. Stadien der Sucht
  5. Konsumprofil
  6. Die fünf Säulen der Identität
  7. Arbeitspapier "Die Lebenswelt der Auszubildenden"
  8. Fakten zum Drogengebrauch im Jugendalter
  9. Entwicklungsaufgaben und die Bedeutung des Drogenkonsums im Jugendalter
  10. Meinungsknäuel
  11. Arbeitspapier "Was geht mich das an"
  12. Gesprächsführung: "Eine Begegnung zwischen Herr Maier und Herr Weber"
  13. Feedback
  14. Evaluation

Fortbildungen für Führungskräfte und Vorgesetzte

Dauer: 16 Stunden
Zielgruppe: Führungskräfte
Teilnehmer: max. 15
Ort / Zeit / Kosten: nach Vereinbarung

Von Führungskräften wird Durchsetzungsvermögen, hohe fachliche Kompetenz, Entscheidungsfreudigkeit, hohe Leistungsbereitschaft und Trinkfestigkeit gefordert. Vernachlässigt wird die emotionale Ebene. Sie stört bei der täglichen Arbeit und wird daher unter Kontrolle gehalten.

Der permanente Leistungs- und Konkurenzdruck - eigene Fehler fördern die Karriere des Konkurenten — führt zu Störungen des seelischen Wohlbefindens. Die Ehefrau und die Familie, die in der Regel zur Erhaltung der Wiedererlangung des seelischen Gleichgewichts beitragen, sind häufig überfordert. Unter diesen Voraussetzungen ist es nicht weiter verwunderlich, dass Alkohol auch in den Führungsetagen zur Entspannung eingesetzt wird. Viele Führungskräfte scheuen die Diskussion des Alkoholproblems, weil sie nicht bereit sind, ihre eigenen, liebgewordenen Trinkgewohnheiten kritisch zu hinter fragen und zu verändern.

Das Dilemma des Vorgesetzten ist gleichzeitig das Dilemma betrieblicher Suchtprävention, weil nur dann, wenn der Vorgesetzte seine Rolle als Vorgesetzter (und nicht als Helfer oder Therapeut) klar, wohlwollend, aber konsequent wahrnimmt, kann gefährdeten und abhängigen Mitarbeitern tatsächlich geholfen werden. Ein erster Schritt wäre hier, in Trainingsmaßnahmen die unterschiedlichen Erwartungen und Ebenen aufzudecken, als Basis für späteres zielführendes Handeln.

Durch die Schulung sollen Vorgesetzte in die Lage versetzt werden, ihre Hilfs- und Disziplinarfunktionen im Rahmen auftretender Suchtmittelauffälligkeiten oder besonderer Vorkommnisse wahrzunehmen. Von zentraler Bedeutung sind die Früherkennung, die gemeinsame Erarbeitung von Gesprächsregeln und praktische Trainings der Gesprächsführung mit suchtgefährdeten Mitarbeitern.

Programmübersicht

  1. Vorstellung
  2. Erwartungshaltungen (positiv / negativ)
  3. Konsumprofil
  4. Drogen- und Suchtinfo / Begriffsbestimmung WHO
  5. Stadien der Sucht
  6. Gesundheitsschädigende und Abhängigkeit fördernde Faktoren in Arbeitswelt und der Person der Beschäftigten
  7. Typologien zur Alkoholabhängigkeit
  8. Verhaltensmuster von Mitarbeitern mit Suchtproblemen
  9. Fehler im Umgang mit Suchtkranken durch Vorgesetzte
  10. Co – Abhängigkeit
  11. Vermittlung und Einführung der Gesprächsführung mit suchtgefährdeten Kollegen "Eine Begegnung mit Herr Maier"
  12. Funktionsweise des betrieblichen Hilfesystems
  13. Modell "Handlungskonzept Sucht" – Stufenplan
  14. Feedback
  15. Evaluation