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Arbeit mit Multiplikator*innen

Institutionelle Beratung und Begleitung

Das vorrangige Ziel bei der institutionellen Beratung und Begleitung ist die Unterstützung von Schulleiter*innen, Beratungslehrer*innen und Lehrer*innen bei der Integration und Vernetzung suchtvorbeugender Maßnahmen als Baustein in der Gesundheitsförderung in den Schulalltag.Hierbei geht es um die Möglichkeiten und Wege mit Schüler*innen das Leben in der Schule angemessen zu gestalten.Die Schulleitungsebene und Beratungslehrer*innen für Suchtvorbeugung ziehen ein Resümee über suchtvorbeugende Maßnahmen, die an ihrer Schule stattfinden. Gleichzeitig werden die Bausteine aus dem integrativen Gesamtkonzept angepasst, ggf. das bisher gelaufene durch Neues ersetzt. Das so entstandene Konzept sollte von dem jeweiligen System getragen werden.

Ziel: Unsere Schule zeigt präventive Erziehungshaltung!

Kollegiale (Fall)-Beratung

In Zusammenarbeit mit den Beratungslehrer*innen für Suchtvorbeugung findet die "Kollegiale (Fall)-Beratung" in regelmäßigen sechswöchigen Abständen schulintern statt.
Die kollegiale (Fall)- Beratung ist ein strukturiertes Verfahren mit einer festgelegten Abfolge von Arbeitsschritten zum Analysieren, Strukturieren und Lösen von Problemen im beruflichen Alltag. Das Einbeziehen aller Gruppenmitglieder trägt dazu bei, eine Situation aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und sie dadurch besser zu durchschauen, die eigene Wahrnehmung zu erweitern, zusätzliche Anregungen zu erhalten, Handlungsalternativen zu erarbeiten und abzuwägen, sowie eigene Entscheidungen zu treffen. Jedes kooperationsbereite und kooperationsfähige Team hat die Chance, kollektive (Fall)- Beratung für sich nutzbar zu machen, ohne auf Experten von außen angewiesen zu sein.

Mit dieser Fortbildungsreihe (min. 5 Sitzungen) möchten wir Lehrer*innen eine kompetente Unterstützungsmethode anbieten. In der Fortbildungsreihe wird die kollektive (Fall)- Beratung als Methode vorgestellt und in einzelnen Arbeitsschritten eingeübt.

Die Themenschwerpunkte sind:

  • Ablauf / Phasen
  • Rollen- / Aufgabenteilung
  • Erhebung von Anliegen und die Visualisierung

Die Teilnehmer*innen werden gebeten, eigene Fragen und Erlebnisse mitzubringen. Die Moderation soll möglichst an selbst gewählten, praxisnahen Beispielen illustriert und erlernt werden.
Die kollegiale (Fall)- Beratung arbeitet mit Elementen aus den verschiedenen Gruppenarbeitsverfahren, wie z. B. themenzentrierte Interaktion, systemische Beratung, kreative Gestaltarbeit, Psychodrama, Qualitätsmanagementverfahren u.a. Diese Fortbildungsreihe richtet sich an pädagogische Mitarbeiter*innen, die an der Stärkung von Kooperation und Austausch am Arbeitsplatz interessiert sind.

Diese sind:

  • Fälle aus der eigenen Praxis zu reflektieren
  • Erweiterung der eigenen Sensibilität
  • Erwerbung relevanter Beratungskompetenzen
  • Ansatz und Methode kollegialer (Fall)- Beratung kennenlernen und einüben
  • Stabilisierung von Arbeits- und Handlungsfähigkeit und Sicherung der Qualität im Arbeitsfeld

Begleitseminare zum Projekt "Gefühle sind wie Farben" für Klassenlehrer*innen

Die Begleitseminare finden in Form von Nachbereitung der für Lehrer*innen statt. Hier ist es möglich, die im Projekt verwendeten Methoden selbst auszuprobieren und zu erfahren. Im Unterricht soll das Projekt von Schüler*innen dokumentiert und ausgewertet werden. Hierzu erhalten die Lehrer*innen die benötigten Unterlagen.Des Weiteren werde Methoden zur Suchtvorbeugung erörtert, die im Schulalltag gezielt eingesetzt werden können.Das Dokumentations- und Fotomaterial kann für eine Ausstellung in der Schule genutzt werden.
Ziele:

  • Nachbereitung des Projektes
  • Praxisideen für den Schulalltag
  • Erweiterung der Handlungskompetenz

 

 

 

Gesamtfortbildung für Lehrer*innen zu der Arbeit mit Schüler*innen

Häufig reagieren Schulen erst dann wenn ein akuter Vorfall von Drogen – und Suchtmittelkonsum oder – missbrauch auftaucht. Das Reagieren auf eine akute Situation betrachten wir als ein Instrumentarium für unsere Arbeit, um mit Lehrer*innen zunächst ins Gespräch zu kommen. In der Bearbeitung des akuten Vorfalles unterstützen wir das Gesamtkollegium bei den Handlungsschritten für den zunächst im Vordergrund stehenden Fall.Vorrangig geht es in pädagogischen Konferenzen darum, einen Handlungsrahmen auszuarbeiten mit vorhandenen, wie auch noch benötigten suchtvorbeugenden Maßnahmen.Mit Suchtvorbeugung ist die pädagogische Einflussnahme auf suchteinleitende Tendenzen gemeint. Als solche werden heute "ausweichende Verhaltensweisen" verstanden, die im schulischen Alltag in vielfältiger Form auftreten: schlagen, ständige Unruhe, träumen, nicht kontrollierbare Schreiattacken, sich auf den Boden werfen, etc..
Inhalte:

  • Konzeptansatz der Fachstelle für Suchtvorbeugung
  • Vernetzungsmodell - Was läuft alles an unserer Schule?
  • Präsentation des Stufenmodells - Umgang mit besonders problematischen Schüler*innen bezogen auf Suchtgefährdung, Sucht und Verhaltensweisen, die zur Sucht führen können
  • Projektdarstellung „Gefühle sind wie Farben“
  • Vorstellung der Methode der "Kollegialen (Fall)- Beratung"
  • Kennenlernen von Instrumenten zur Erweiterung der Handlungskompetenz durch Übungssequenzen zum Mitmachen
    • Drogen- und Suchtinfo, Konsumprofil, Meinungsknäuel, Medikamentenbogen
    • Schrei es raus! - Grenzen setzen und beachten
    • Hinführung zum Thema Gefühle "Der Seelenvogel"
    • Der imaginäre Mensch

Ziele:

  • Sensibilisierung für den eigenen Konsum
  • Unsere Schule zeigt präventive Erziehungshaltung
  • Auseinandersetzung mit Themen, die zum Lebensalltag von Schüler*innen gehören
  • Erweiterung der Handlungskompetenz

Fortbildung zur motivierenden Gesprächsführung

Die Gesprächstechnik des motivational interviewing gilt unter vielen Suchttherapeuten nach wie vor als die Gesprächstechnik für die Arbeit mit drogenkonsumierenden Jugendlichen. Die von Miller und Rollnick begründete Technik versteht Veränderung als einen Prozess, in dem der Gesprächspartner nicht änderungsresistent ist, sondern gute Gründe für sein Verhalten hat. Widerstand ist insofern keine Eigenschaft, sondern der Versuch seine eigenen erlernten Bewältigungsstrategien beizubehalten, um mit den Anforderungen des Lebens zu Recht zu kommen.Diese Fortbildung bietet Lehrer*innen und Sozialpädagog*innen die Möglichkeit erste Techniken der motivierenden Gesprächsführung zu erlernen, Widerstand aufzunehmen und drogenkonsumierende Jugendliche zu ersten Veränderungsprozessen anzuregen.

Inhalte:

  • Eigene Haltung zum Drogenkonsum
  • Stadien der Sucht
  • Veränderung als Prozess – Wie entsteht Veränderung?
  • Der Mensch als ambivalentes Wesen
  • Techniken zum Umgang mit Widerstand
  • Entwicklung von Diskrepanzen/Veränderungsprozesse anregen

Ziele:

  • Reflexion der eigenen Haltung
  • Entwicklung von Suchtverständnis
  • Verständnis von Veränderungsprozessen
  • Umgang mit Widerstand, Diskrepanzen und Ambivalenzen

Informationsveranstaltungen zu den Projekten und Seminaren für Eltern

 

Im Vorfeld zu den jeweiligen Projekten und Seminaren finden Elternabende statt.Innerhalb dieser Elternabende erfahren die Eltern der teilnehmenden Kinder zum einen Informationen zur Entstehung von Sucht, zum anderen etwas zur Arbeit der Fachstelle für Suchtvorbeugung und die Ansätze zeitgemäßer Suchtvorbeugung. Ferner werden den Eltern Inhalte der Projekte und Seminare vermittelt.Dies alles geschieht mit Hilfe eines Referates und Gesprächen, aber auch und das ist uns wichtig, über Übungen, die wir partiell mit den Eltern durchführen. So können Eltern nachspüren, wie ihre Kinder an das Thema herangeführt werden. Des Weiteren wird ihnen vermittelt, dass im Rahmen zeitgemäßer Suchtvorbeugung, alle Menschen, die an der Erziehung von Kindern beteiligt sind, auch an der Suchtvorbeugung partizipieren und hier eben vor allem sie, als Erziehungsberechtigte.Des Weiteren bieten wir unabhängig von den Projekten Informationsveranstaltungen zum Thema "Sucht und Suchtvorbeugung" für Eltern und Erziehungsberechtigte an:

Inhalte:

  • Konzeptansatz der Fachstelle für Suchtvorbeugung
  • Vernetzungsmodell - Was läuft alles an unserer Schule?
  • Projektdarstellung „Gefühle sind wie Farben“
  • Übungssequenzen zum Mitmachen:
    • Konsumprofil; Meinungsknäuel
    • Hinführung zum Thema Gefühle "Der Seelenvogel"
    • Der imaginäre Mensch

Ziel: Sensibilisierung für das Thema "Sucht und Suchtvorbeugung"