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Sozialpädagogisches Gruppenangebot für suchtmittelabhängige und substituierte Frauen

Ausgangssituation

Frauen, die nach wie vor mit einem Anteil von ca. 20% eine Minderheit in der illegalen Drogenszene darstellen und zumeist Gewalt, insbesondere durch Männer, erfahren haben bzw. immer noch erfahren, benötigen einen Schutzraum, in dem sie sich mit anderen Frauen austauschen können und Handlungsalternativen bzw. Perspektiven für ihre zukünftige Lebensweise entwickeln können.

Drogenkonsumierende Frauen erfahren in ihrer Lebenswelt kaum Akzeptanz und Wertschätzung. Des Weiteren gibt es kaum Angebote, die die Frauen nutzen können, um sich über ihre Lebenssituation, ihre Erkrankung und das Leben mit der Sucht wertfrei auszutauschen.

Zielgruppen

Das sozialpädagogische Gruppenangebot für suchtmittelabhängige und substituierte Frauen richtet sich mit allen Angeboten ausschließlich an Frauen und bezieht sich vorrangig auf den Bereich der illegalisierten Drogen.

Alle Angebote sind kostenlos und ausgerichtet auf die unterschiedlichen Erfahrungen, Bedürfnisse und Interessen von Frauen.

Mit dem sozialpädagogischen Angebot wollen wir folgende Zielgruppen ansprechen:

- drogenkonsumierende und drogengefährdete Frauen,

- suchtgefährdete Frauen,

- substituierte Frauen,

- Frauen im Anschluss an eine Entgiftung, Entwöhnung und Nachsorge´.

Zielsetzung

Das Angebot richtet sich an drogenkonsumierende Frauen. Die Gesprächsrunde gibt Raum und Zeit für informativen und themenzentrierten Austausch, Problemdarstellungen und Erarbeitung lebensnaher Alternativen und Bewältigungsmöglichkeiten. Damit eine konstruktive und effektive Arbeit sichergestellt werden kann, ist die Teilnehmeranzahl auf 15 begrenzt.

Das im Kontext hochschwelliger Drogenhilfe anzusiedelnde Angebot wird von einer sozialpädagogischen Fachkraft begleitet; unterstützt wird diese durch weitere Mitarbeiterinnen der Einrichtung.

Angestrebt wird ein Erfahrungsaustausch zwischen abhängigen und abhängigkeitsgefährdeten Frauen, mit dem definierten Ziel der Stabilisierung der individuellen Frauen- und Mutterrolle beziehungsweise der Unterstützung bei der Überwindung von als defizitär erlebten Verhaltensmustern. Darüber hinaus sollen in diesem Angebotsrahmen die Kontakte mit dem Gelsenkirchener Suchthilfesystem intensiviert werden, so dass Vermittlungshemmnisse beseitigt und Einzelfallprozesse, wie etwa die in der psychosozialen Betreuung, verbindlich gestärkt werden können.

Die aufzugreifenden Themen orientieren sich an den individuellen Lebenslagen der Frauen und ihren Bedürfnissen, sowie der Einschätzung der Gruppenleitung.

Des Weiteren soll die Motivation zu abstinenten Lebensweisen gefördert werden; dabei verstehen wir das Angebot als soziale Gruppenarbeit und nicht als Behandlungsangebot. In diesem Rahmen sollen, neben der Auseinandersetzung mit süchtigen Verhaltensmustern, Wege aus isolierten Lebensbezügen, aufgezeigt werden.

Personal und Räumlichkeiten

Das sozialpädagogische Gruppenangebot für Frauen findet in den Räumlichkeiten der Drogenberatung Kontaktcentrum an der Liboriusstraße 37 in Gelsenkirchen statt.

Durch die Zentrumsnähe sind die Räumlichkeiten für Frauen gut zu erreichen, sowohl zu Fuß, wie auch mit dem öffentlichen Nahverkehr. Diese Räumlichkeiten sind suchtfrei, das heißt, dass auch das Rauchen untersagt ist.

Räumlichkeiten sind barrierefrei.

Der Anbieter stellt die fachliche und persönliche Qualifikation der zuständigen Mitarbeiterin sicher. Hier ist ebenfalls der geschlechtsspezifische Ansatz berücksichtigt.

In regelmäßigen Abständen reflektiert die Mitarbeiterin die Arbeit in der Supervision. Darüber hinaus soll die Teilnahme an geeigneten Arbeitskreisen die Möglichkeit zum Austausch mit Kolleginnen aus anderen Bereichen bieten. Des Weiteren werden Fortbildungen gewährleistet. Für die Arbeit mit der Zielgruppe und den damit verbundenen vielfältigen Themenbereichen wird für die Fort- und Weiterbildung der sozialpädagogischen Mitarbeiterin eine enge Kooperation mit Bella Donna e.V. in Essen gefördert und die Teilnahme an dem umfangreichen, genderspezifischen Fortbildungsangebot gewährleistet. Ab 2016 wird die Beratungsstelle wieder am landesweiten Arbeitskreis „Frauen und Sucht“ regelmäßig teilnehmen. Die Teilnahme am QM-Prozess ist als Qualitätsmerkmale gewährleistet.

Uhrzeiten

Das sozialpädagogische Gruppenangebot für Frauen findet immer mittwochs von 11.00 bis 13.00 Uhr in der Drogenberatungsstelle, 1. Etage, statt.