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Substituierte - Zusammenarbeit mit Klienten

Persönliche Entwicklungen verlaufen oft nicht so gradlinig, wie dies von den Beteiligten gewünscht wird.

Dies ist der Fall, wenn gesteckte Ziele nicht erreicht werden (Wohnung, Arbeit), neue Entwicklungen eintreten (Krankheit, Krisen) oder Zielsetzungen sich verändern. Eine wichtige Rolle spielen hierbei die lebenspraktischen Hilfen.

Die Erfahrung zeigt, daß Stabilisierungseffekte am nachhaltigsten eintreten, wenn Arbeit (oder Ausbildung) und Wohnraum vermittelt werden können.

Für die Erarbeitung von Lebensperspektiven ist die Klärung der strafrechtlichen Seite ebenso von Belang wie der Einstieg in die Schuldenregulierung sowie Kriseninterventionen. Klassische Sozialarbeit hat im ersten Jahr der Substitution deutlich Vorrang vor psychotherapeutischen Interventionen.

Neben diesen lebenspraktischen Hilfestellungen ist jedoch die therapeutische Arbeit an Wertvorstellungen ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Die Substanzabhängigkeit fördert Verhaltensweisen (Veränderungen des Tagesablaufes, Einschränkungen des Verhaltensrepertoires auf Drogenerwerb mit allen Nebenerscheinungen der Geldbeschaffung etc.), die in einem drogenungebundenen Lebensstil hinderlich sind.

Daraus folgt, daß neben den lebenspraktischen Hilfen auch Unterstützung bei der Distanzierung von der Drogenszene, beim Umgang mit drogenbezogenen Gedanken und Verhaltensweisen notwendig sind.