Die Jugend[sucht]beratungsstelle bietet allen Jugendlichen von 11 bis 21 Jahren die Möglichkeit wegen persönlichen, familiären oder schulischen sowie wegen suchtgebundenen Problemen Hilfe und Beratung. In Einzelgesprächen nehmen sich die Berater*innen Zeit für Fragen, Anliegen und für das gemeinsame Erstellen von Lösungswegen.

Angehörige und Bezugspersonen der Jugendlichen sowie Fachkräfte wie Lehrer*innen oder Erzieher*innen sind ebenfalls in der Jugend[sucht]beratungsstelle herzlich willkommen. Das Angebot der Beratung ist freiwillig kostenlos und vertraulich da unsere Berater*innen der Schweigepflicht unterliegen.

Die Jugend[sucht]beratungsstelle "JuSt Be YOU" findet ihr auf der Bahnhofstr. 46, 45879 Gelsenkirchen
Öffnungzeiten: Mo.: 09.00 - 15.00 Uhr, Di.-Do.: 13.00 - 19.00 Uhr, Fr. 09.00 - 14.00 Uhr
Bitte vereinbart telefonisch oder per Mail vorher einen Termin mit Tabea (0209 / 5130 4702) oder Denna (0209 / 5130 4701)

Ansprechpartner

Gerrit Mahn

Fachbereichsleitung Jugend-Sucht-Beratung & Prävention
M.A. Kindheit, Jugend, Soziale Dienste

Tel.: 0209 / 5130 4704
gerrit.mahn@drogenberatung-kc.de

Tabea Martinen

M.A. Sozialwissenschaften
Tel.: 0209 / 5130 4702
t.martinen@jugendberatung-gelsenkirchen.de

Denna Schleiff

B.A. Rehabilitationspädagogik
Tel.: 0209 / 5130 4701
d.schleiff@jugendberatung-gelsenkirchen.de

Jugendberatung

Das Beratungsangebot JuSt Be YOU richtet sich an diejenigen, die Hilfe in verschiedenen Problemlagen möchten und suchen.

  • Du bist in Deiner Freizeit nur noch vor dem PC oder vor Deinem Handy?
  • Du konsumierst Drogen und bist dir unsicher, ob das in Ordnung ist?
  • Du weißt nicht mehr, wie du mit bestimmtem Konsumverhalten aufhören kannst?
  • Du denkst mehrmals am Tag über deine Figur und über dein Essverhalten nach?
  • Du fühlst Dich alleine und um dazuzugehören, überschreitest Du Deine eigenen Grenzen?
  • Deine Freunde konsumieren regelmäßig und du überlegst mitzumachen?

Diese Probleme und noch einige mehr sind für viele Jugendliche ein bekanntes Thema. Falls es Dir genauso geht, steht Dir die Beratungsstelle JuSt Be YOU mit ihren Berater*innen offen. Mit offenem Ohr stehen wir Dir zur Verfügung und gehen gemeinsam mit Dir deine Probleme an und entwickeln zusammen Lösungsstrategien, die Dir helfen.

Die Beratungsstelle ist für jede Person von 11 bis 21 Jahren offen unabhängig von Geschlecht, Kultur, Ethnie oder Sexualität. Die Gespräche finden in Einzelgesprächen statt und sind durch die Schweigepflicht, unter der die Berater*innen stehen, streng vertraulich! Falls eine Beratung in Präsenz nicht möglich ist, besteht zudem die Möglichkeit, diese online durchzuführen.

Sicherlich hast Du einige Fragen bevor Du zu uns kommst, wir haben unten ein FAQ zusammengestellt. Mit Klick auf die Frage erhältst Du die Antwort:

Was fällt alles unter Sucht?
  • Sucht bedeutet das regelmäßige Konsumieren von illegalen und legalen substanzgebundenen und nicht-substanzgebundenen Süchten.
  • Illegale substanzgebundene Suchtformen sind beispielsweise Proppers, Koks, Heroin
  • Legale substanzgebundene Suchtformen sind beispielsweise Alkohol, Nikotin, E-Zigaretten, Tabletten, Cannabis aber auch bspw. Energie-Drinks oder Koffein
  • Nicht-substanzgebundene Suchtformen sind beispielsweise Spielsucht (sowohl Gaming als auch Glücksspiel), Handysucht, Sexsucht oder Online-Shopping
Was bedeutet die Schweigepflicht?
  • Die Schweigepflicht bedeutet, dass wir als Berater*innen dazu verpflichtet sind, niemandem von unseren Gesprächen zu erzählen, also alle Gespräche vertraulich zu behandeln. Einzig die Vermutung oder Ankündigung von selbst- oder fremdverletzendem Verhalten bricht die Schweigepflicht.
  • Selbstverletzendes Verhalten bedeutet, Du möchtest Dir selbst etwas antun.
  • Fremdverletzendes Verhalten bedeutet, Du möchtest anderen Leuten etwas antun.
Müssen meine Eltern von den Gesprächen erfahren?

Nein, vorläufig müssen Deine Eltern nichts von der Beratung erfahren. Durch die Schweigepflicht sind die Berater*innen zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sobald Du jedoch an weiterführende Hilfsangebote vermittelt werden möchtest, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Zustimmung deiner Eltern/Erziehungsberechtigten benötigst.

Müsst Ihr Straftaten melden?

Durch die Schweigepflicht sind wir dazu verpflichtet die Gespräche, die wir führen, vertraulich zu behandeln.

Wie soll mir diese Beratung etwas bringen?

Wir funktionieren als neutrale Anlaufstation welcher man sich ohne Angst be- und/oder verurteilt zu werden öffnen kann. Durch gemeinsame Arbeit können wir Dir helfen, auf dich angepasste Lösungswege zu finden oder wir bieten Dir erst einmal einfach ein offenes Ohr damit Du darüber reden kannst. Die Beratung ist freiwillig, kostenlos und vertraulich.

Kann mein*e Freund*in auch zu dem Gespräch mitkommen?

Natürlich! Wenn Du Dich sicherer fühlst, erst einmal jemanden bei dir zu haben, dem du vertraust kann die Person gerne bei dem Erstgespräch mitkommen! Wenn die Beratung darüber hinaus weitergeführt werden soll, wird alles Weitere vor Ort besprochen.

Ich weiß nicht, ob mein Konsum wirklich schon eine Sucht ist. Lohnt sich da eine Beratung überhaupt?

Ja! Falls Du Dir Gedanken darüber machst, süchtig zu werden, stehen wir Dir ebenfalls offen. Gemeinsam können wir darüber reden, deine Lage betrachten und gegebenenfalls bereits präventiv dagegen vorgehen.

Meine Eltern/Freunde sind abhängig und ich weiß nicht, was ich tun soll!

Auch hier kannst du zu uns kommen. Gemeinsam können wir deine Problemlage betrachten und gegebenenfalls eine Lösung finden!

Eltern, Angehörige und Bezugspersonen

Gerade die heutige Zeit ist geprägt durch die Digitalisierung, durch verschiedene Medienformen und sich immer weiter, immer schneller neue abhängig machende und schädliche Substanzen oder Verhaltensformen.

  • Sie haben Fragen bezüglich Sucht/Abhängigkeitserkrankungen im Kindes- und Jugendalter?
  • Sie haben die Vermutung Ihr Kind konsumiert oder haben es dabei erwischt und wissen nun nicht, wie es weitergehen soll?
  • Ihr Kind ist nur noch mit digitalen Endgeräten beschäftigt und bei dem Versuch dies einzuschränken entstehen nur Konflikte?
  • Du hast das Gefühl, deine Freundin/dein Freund ist nur noch am konsumieren und du weißt nicht, was du tun sollst?

Sucht ist ein altbekanntes Thema und kann jeden treffen, auch Kinder und Jugendliche jeden Geschlechts, jeden Alters, jeder Ethnie und jeder sozioökonomischen Herkunft. Dies ist erst einmal ein Schock für viele Eltern, Freunde und Angehörige und hinterlässt Hilflosigkeit und Überforderung und weckt das Gefühl dringend zu handeln. Hilfe ist in dem Fall wichtig, jedoch ist das Zwingen und Bedrängen der Kinder und Jugendlichen, sich diese zu holen meist mehr suboptimal als helfend. Es ist wichtig, dass sich Eltern, Angehörige und Freunde ebenfalls mit den verschiedenen Suchtmitten auskennen, um ein vertrauensvolles und vorurteilsfreies Gespräch mit den Betroffenen führen zu können und ggf. gemeinsam mit diesen eine geeignete Lösung zu finden.

Als Beratungsstelle stehen wir nicht nur den Betroffenen offen, sondern auch den Angehörigen dieser. Falls Sie Fragen haben, Hilfestellung benötigen, ein offenes Ohr brauchen oder über bestimmte substanzgebundene oder nicht-substanzgebundene Süchte mehr erfahren wollen, können Sie sich gerne an uns wenden und wir werden gemeinsam eine Lösung finden.

Die Beratung ist kostenlos, freiwillig und vertraulich, da die Berater*innen einer Schweigepflicht unterliegen.

Genau wie bei den Betroffenen selbst, Sie sind nicht allein!

Sicherlich haben Sie einige Fragen bevor Sie zu uns kommen, wir haben ein FAQ zusammengestellt. Mit Klick auf die Frage erhalten Sie die Antwort:

Kann ich auch wegen allgemeiner Fragen über Suchtmittel zu Ihnen kommen?

Ja das können Sie. Wir informieren auch in Beratungsstunden über die verschiedenen Suchtmittel und klären auf.

Kann ich mein Kind zu einem Gespräch zu Ihnen begleiten?

Die Entscheidung obliegt ganz Ihrem Kind. Die Gespräche sind vertraulich und die Betroffenen machen sich durch das Öffnen in einem Beratungsgespräch vulnerabel. Meist ist die Offenheit der Betroffenen deutlich höher, wenn diese mit einer neutralen Ansprechperson allein reden können. Sie können aber gerne, falls es von Ihrem Kind gewollt ist, in unserem Wartebereich warten.

Kann ich mein Kind/mein*e Freund*in zwingen zu Ihnen zu gehen?

Es wäre nicht von Vorteil die Betroffenen zu einem Gespräch mit uns zu zwingen oder zu drängen. Die Beratung stützt sich auf die Freiwilligkeit der Betroffenen sich selbst Hilfe zu suchen. Der Zwang zu etwas kann den Schritt, sich selbst sein Problem einzugestehen negativ beeinflussen.

Mein Kind kommt zu Ihnen in die Beratung, können Sie mir dazu etwas sagen?

Nein. Durch die Schweigepflicht, an die wir gebunden sind haben wir uns dazu verpflichtet keine Daten oder Informationen über Klient*innen und deren Gespräche mit uns an Dritte weiterzugeben! Ebenso dürfen wir nicht einmal sagen, ob, warum und wann Ihr Kind oder Ihre Freundin zu uns kommt.

Können Sie auch mir bei meinem Suchtproblem helfen?

Ja. Die Sucht-Jugend-Kommunikation e.V. & gGmbH bietet ebenfalls eine Drogen- und Suchtberatung für Erwachsene an.

Fachkräfte

Das Beratungsangebot richtet sich auch an Sie als Fachkräfte.

  • Haben Sie Fragen zum Thema Sucht und Jugendliche?
  • Brauchen Sie Beratung für den Umgang mit süchtigen Jugendlichen?
  • Spielt Sucht in Ihrer Schule oder in Ihrer Einrichtung eine große Rolle?

Auch für Fachkräfte stehen wir zur Verfügung und können helfen und beraten. Auch Schulen und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sind nicht vor Konsum ausgenommen. Durch das Zusammenkommen von Kindern und Jugendlichen steigt durch beispielsweise Gruppenzwang die Wahrscheinlichkeit, dass in Schulen o.ä. mehr konsumiert wird als auch, dass mehr Kinder und Jugendliche dazu verleitet werden. Auch wirkt sich der Konsum von substanzabhängigen und nicht-substanzabhängigen Süchten auf den Umgang miteinander und das Verhalten in den Schulen o.ä. aus. Der Umgang damit ist für keine Fachkraft leicht.

Für Fragen steht die Jugend[Sucht]beratung somit auch Ihnen zur Verfügung. Wir arbeiten gerne mit Ihnen zusammen, klären Fragen und unterstützen Sie. Unser Projekt „Jugendberatung in Schulen“ bietet die Möglichkeit einmal oder mehrmals im Monat an festen Terminen an Ihre Schule zu kommen und kurze Sprechstunden anzubieten, bei welchen Schüler*innen in die Beratung kommen können.

Ebenso bietet die Fachstelle für Suchtvorbeugung die Möglichkeit für Schulungen für Fachkräfte und auch für Schulklassen.